Der erste Überlandflug

Blick über Cuxhaven von oben.

Der erste Überlandflug

Nachdem ich ein wenig Erfahrung allein im Flugzeug sammeln durfte, war es nun an der Zeit sich der Überlandfliegerei zu widmen. Nach einer umfassenden Einweisung in die Überlandflugplanung (3 Stunden!) ging es nach Rotenburg Wümme (EDXQ).

Bis zum verlassen der Kontrollzone verlief alles wie immer: zum Rollhalt rollen, das Triebwerk überprüfen, starten, Ausflugroute abfliegen und vom Tower abmelden. Doch dann ging es los: Karten umsortieren, Flugdurchführungsplan abarbeiten, neue Frequenzen ins Funkgerät eindrehen, navigieren und nicht zuletzt: das Flugzeug fliegen!

Rückblickend betrachtet erscheint einem so etwas lächerlich, doch bei den ersten Überlandflügen ist diese Cockpitorganisation eine echte Herausforderung! Erst mit der Zeit kommt etwas Routine in die Organisation und man findet heraus wie man sich welche Dinge bereits vor dem Flug am Boden zurecht sortiert, um dies nicht mehr während des Fluges im Cockpit machen zu müssen.

In Rotenburg angekommen kam dann die nächste Neuerung auf mich zu: Eine Beton-Piste. Bisher war ich auf meinem Heimatflugplatz immer nur auf einer Graspiste gelandet und wurde dabei immer ordentlich durchgeschüttelt. Auf einer Beton-Piste zu landen und dann noch über einen asphaltierten Taxiway zu rollen war da schon etwas anderes!

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann wieder zurück. Und schon hier zeigte sich wie schnell man dazu lernt: Schon in Rotenburg hatte ich die Anflugblätter und den Flugdurchführungsplan zu auf meinem Kniebrett zurecht gelegt, das ich nur noch ein Blatt nach dem anderen abziehen musste und kein Gewühle mehr während des Fluges zustande kam.