Die BZF Prüfung

Die BZF-Prüfung

Die BZF Prüfung bei der Bundesnetzagentur ist die erste richtige Prüfung, die einem im Laufe der Fliegerkarriere erwartet. Sie besteht aus einem Theorietest und einer praktischen Prüfung, durchgeführt von einem Fluglotsen der DFS.

Die Vorbereitung

Die Vorbereitung auf die BZF Prüfung wurde bei uns im Verein durchgeführt. Zunächst die Theorie, dann in mehreren Sessions die Praxis. Im Theorieunterricht ging es zunächst um simple Fragen wie „Was ist eine Luftfunkstelle?“, „Welche Angaben enthält eine Standortmeldung bei Flügen in der Platzrunde?“ oder „Welche Luftraumklassen sind kontrollierter Luftraum?“.
Als ich mein BZF gemacht hab, war es noch möglich mit Open PPL die Fragen zu lernen. Da Open PPL jedoch leider im März 2016 eine Bruchlandung hingelegt hat, ist das nun nicht mehr möglich. Jedoch enthält der Fragenkatalog für die PPL Theorieprüfung von EXAM ebenfalls alle Fragen aus dem BZF-Katalog.
Im Praxisteil haben wir uns dann an einen großen Tisch gesetzt, uns ein Kennzeichen ausgedacht und sind dann An- und Abflüge auf Verkehrsflughäfen (Bremen, Hamburg, Hannover etc.) „geflogen“. Dabei ging es um das erlernen der Sprechgruppen, An- und Abflugverfahren und auch um das korrekte Vorgehen in Notfällen.

Die Prüfung

Etwas nervös ging es dann im Januar 2014 zur Bundesnetzagentur nach Bremen (diese war für mein Gebiet zuständig). Sorgen machte ich mir nicht um die Theorieprüfung (Die mit 254 möglichen Fragen recht übersichtlich ist), sondern um die Praxisprüfung, da man stets wissen muss, wo man sich auf der Karte gerade befindet. Im echten Leben ist das schon etwas einfacher: Da kann man aus dem Fenster gucken und mithilfe der Karte vergleichen wo man ist.

Nachdem die Personalien von mir und meinen Mitstreitern (allesamt Vereinskameraden) mit den Anmeldebögen verglichen waren, wurden wir in den Prüfungsraum für die Theoretische BZF Prüfung gebracht. Hier wurde uns kurz erklärt wie die Prüfung ablaufen würde und wie die Prüfungsbögen auszufüllen sind.
Es wurden insgesamt 100 Fragen aus dem 254 Fragen umfassenden Fragenkatalog abgefragt. Wie auch bei der PPL Theorieprüfung, mussten 75% der Fragen richtig beantwortet werden, um die Prüfung zu bestehen. Für die Theorieprüfung hatte man 60 Minuten Zeit, wobei ich nur ca. 30 Minuten benötigt habe. Nach Abgabe der Prüfungsbögen ging es zunächst zurück ins Wartezimmer, wo man darauf warten musste, dass alle Prüflinge ihre Bögen abgegeben hatten.

Nach ca. 45 Minuten Wartezeit kam der Prüfer der DFS und holte die erste Gruppe (sechs Prüflinge) für die praktische Prüfung ab. Im Prüfungsraum angekommen, wurde jedem Prüfling ein in Klarsichthülle eingeschweißtes Anflugblatt aus der AIP in die Hand gedrückt. Jeder erhielt einen anderen Verkehrsflughafen, jedoch einigte man sich darauf, zunächst einen deutschen Abflug und dann einen englischen Anflug zu machen. Der Reihe nach erfolgte die Startup- und Taxi-Clearence, Startfreigabe und der kontrollierte Ausflug aus der Kontrollzone. Gleiches Spiel dann auch für den Anflug, nur diesen eben auf englisch.
Nachdem auch der letzte gelandet und sein Triebwerk ausgestellt hatte, wurden noch Karteikarten mit englischen Texten aus der AIP vorgelegt, jeder natürlich einen anderen, und man musste diesen Text vorlesen und übersetzen. Hierbei sollte man wissen, dass man die Texte nicht Wort für Wort übersetzen muss, sondern sinngemäß. Es soll einfach festgestellt werden, ob man englische Texte aus der Luftfahrt richtig versteht.
Wer den Text fließend vorgelesen hat, musste in der Regel nur eine Zeile des Textes übersetzen und wurde dann vom Prüfer unterbrochen, da ihm das dann schon reichte.

Am Ende erhielt dann jeder eine Prüfungsbescheinigung auf der auch das Ergebnis der Theorieprüfung stand, sowie, falls man die Prüfungen bestanden hat, das BZF.